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Crosslauf Brauerei Gerolding 03.02.2019

Ein Abenteuer und eine Herausforderung – das ist das Fazit vom Crosslauf in Gerolding. Der Untergrund auf der 5,6 km langen Strecke war abwechselnd Eis, Schnee, Gatsch und Lacken, es war also alles dabei, was ein Läuferherz (nicht) begehrt.

Da schmeckte das anschließende Bier in der Brauerei gleich doppelt so gut.


Ergebnisse: 5,6 km

Thomas Steininger 27:19 3. M40
Gernot Zobernig 30:07 1. M50
Angela Hollensteiner 33:08 1. W50
Gerald Hinterhofer 38:47 4. M50
Rosemarie Hinterhofer 45:39 2. W50
Robert Nolz 46:01 8. M40
Petra Daxböck 1:08:24 4. W50




Marathon Bad Füssing 03.02.2019

Halbmarathon
Reinhard Vermeulen
1:53:49 60. Platz M50

Marathon
Gerald Frauendienst
3:35:41 12. Platz M50



Hier unser Laufbericht vom Bad Füssinger Marathon vom 03.02.2019 von Reinhard Vermeulen und Gerald Frauendienst:

..Es ist ja gar nicht so leicht, mitten im Winter eine Marathon-Veranstaltung in der näheren Umgebung zu finden....Gut, dass es da den Johannesbad-Marathon in Bad Füssing in Bayern gibt, der heuer schon zum 26. Mal (!) ausgetragen wird - nur zum Vergleich: heuer findet der 22. Wachau Marathon oder 18. Linz Marathon statt. - also ein Marathon mit Tradition !
Ein kleiner, feiner Marathon mit auffallend hohem Altersdurchschnitt für die älteren Semester, also uns, mit anschließender Regeneration im Thermalbad !
Die Anreise war schon am Vortag in einem Thermenhotel unweit von der Johannesbad Haupttherme. Abholung der Startunterlagen am Samstag nachmittag, Pastaparty in der Johannesbadtherme, die keine Wünsche offen ließ, Getränke inklusive, wirklich tiptop. Nur das Wetter war bis Samstag Abend etwas sonderbar, denn es war eigentlich Schneefall angesagt und bisher war es noch ideales, trockenes Wettkampfwetter.
Am nächsten Tag dann, am Sonntag um 08:00 Uhr, nach dem Aufstehen, sah draussen alles anders aus als am Vortag..eine tief verschneite Winterlandschaft ... Es hatte die ganze Nacht durchgeschneit, fast 10 cm nasser , patziger Neuschnee, die Äste in der Allee bogen sich unter der Schneelast und Frau Holle ließ es noch fleißig weiterschneien!

Das bischen Schnee konnte uns eigentlich nichts anhaben, hatten wir doch erst vor 3 Wochen ein 27 km Intensiv-Tiefschneetraining im Dunkelsteinerwald bei unserer Gemeindeärztin Dr. Bernadette absolviert !
Reinhard - "da Verl" - und ich warteten mit den anderen 100en Läufern in der überfüllten, warmen Eingangshalle der Haupttherme bei zünftiger, lauter, bayrischer Blasmusik auf den Start. Bei dieser Witterung- da waren wir uns einig - konnten wir eine schnelle Wettkampfzeit erst einmal vergessen, das würde höchstens ein Trainingslauf werden, quasi in Vorbereitung auf den Hamburg-Marathon Ende April. Verl hatte sich wegen seiner Rückenschmerzen vernünftigerweise am Vortag noch vom Marathon auf den HM umschreiben lassen; das war auch gut so.

Dann der verspätete Startschuss um 10:15h vor dem Portal der Hauptherme. fürchterlich. kein Grip unter den Schuhsohlen . es war ein einziges Herumgatschen im braun-weißen Matsch. schon nach den ersten paar Metern waren die Schuhe bis in die Socken rein waschelnass.am Ärgsten war das Spritzen von den Nachbarläufern, aber da gab es leider kein Entkommen in dem engen Starterpool. Den ersten Kilometer liefen wir noch gemeinsam und besprachen noch einmal die Strategie: Den 3:30h Pacemaker, den lassen wir heute ziehen, wir nehmen lieber den 3:45er... Dann nach etwa 2 Kilometern kamen wir aus der Thermensiedlung raus in die freie Landschaft, wo die Bodenbeschaffung auch etwas besser wurde. Streckenweise waren diese kleinen asphaltierten Wege zwischen den Ortschaften schneefrei, wahrscheinlich hatte man dort in der Nacht gesalzen, jedenfalls beschleunigte ich jetzt mein Tempo dort wo es möglich war und wo die die Bodenhaftung halbwegs griffig war. Bei Km3 hatte ich 16 Minuten auf der Uhr, noch war also nix verhaut auf eine 3:30 bis 3:35er Endzeit. Reinhard hingegen behielt sein Tempo bei und blieb diszipliniert beim 3:45er Pacemaker. Was erschwerend dazu kam, war der kalte Wind (0°C) in der freien Ackerlandschaft und der nasse Schneeregen, der bis zum Schluss nicht aufhören wollte. Das Gewand wurde immer nasser und schwerer (jedenfalls meines). Während der Verl in der kleinen 3:45er-Laufgruppe rund um den Pacer brav mitlief und sich ärgern musste, weil die Laufkollegen noch immer genug Luft zum Tratschen hatten, während dieselbe ihm schon lange fehlte, konnte ich Kilometer für Kilometer an Zeit aufholen und durchlief den ersten HM in 1:42 h. Der Reini finishte den HM dann schließlich in 1:53h und es war - wie er mir später sagte - "gerade Recht" für ihn.

Bei mir gings jetzt in die zweite Runde. Fad und einsam wurde es plötzlich, eh klar, es blieben ja nur mehr 250 Marathonis auf der Strecke, nachdem die Halbmarathonis ins warme Versorgungszelt abgebogen waren. Zum Glück war die Schneefahrbahn vom ersten Durchgang schon etwas niedergetrampelt, aber ich hatte wieder einmal zu schnell angefangen. Ab Km35km wusste ich, dass ich merklich langsamer wurde, aber diesmal hatte ich keine Motivation mehr mich zu quälen. einfach nur durch bei diesem Sauwetter.. 1 Stunde noch . eine halbe Stunde noch .ich schaute dann nicht mehr auf die Uhr und lief locker aber doch zügig weiter ...und so finishte ich dann mit 3:35h. Das hat aber auch etwas Eigenes: Wenn man die letzten Kilometer im (fast-) Wohlfühltempo fertig macht und dann im Ziel nach 42km - Herr der eigenen Sinne - ganz einfach ohne Keuchen stehen bleibt und gleich ein Bier trinkt (alkoholfrei natürlich), während sich andere Laufkollegen verkrampft betreuen oder massieren lassen müssen .

Fazit: In Anbetracht des wirklich grauslich, nasskalten Wetters haben Reinhard und ich - jeder für sich selbst - die jeweils persönliche Bestzeit (fast) abrufen können. Was will man mehr - Anfang Februar 2019 ? - das Jahr ist noch lang !





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Redaktion: Petra Daxböck (P.D.)