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Hofstettner Josefilauf 10.03.2019

Der Josefilauf in Hofstetten war der erste von insgesamt sechs Läufen vom Pielachtaler Laufcup 2019. Regnerische Bedingungen, streckenweise matschige Stellen und 110 Höhenmeter erwartete die Läufer. Die Frauen unseres Vereins retteten die Ehre ,-) und gewannen zwei Plätze am Stockerl.

Ergebnisse 5km

Thomas Steininger 25:25 5. M40
Robert Nolz 30:45 14. M40
Petra Daxböck 38:37 2. W50
Rosemarie Hinterhofer 40:53 3. W50



Bienwald Marathon Kandel 10.03.2019

Ergebnisse 42,2 km

Gerald Frauendienst 3:44:58 41. M50


Bericht von Gerald Frauendienst:
Die Anreise war schon am Samstag, den 09.03. mit dem Auto. Ich wollte ja ursprünglich an diesem Tag in Brescia, ITA, starten...Da ich aber beruflich in der kommenden Woche im Grenzgebiet Schweiz/Frankreich/Deutschland zu tun habe, habe ich umdisponiert und diesen Bienwald-Marathon gefunden. Diesen gibt es schon seit 1976 und er zählt zu den 5 schnellsten Marathon-Strecken Deutschlands, weil er so eben ist. Auch durch die vielen Kurven kann man dort ein paar Meter sparen, wenn man den Innenradius läuft (alles im legalen Bereich, denn die Strecke wird ja in der Wegmitte vermessen, also kein "Abkürzen")
Wie gesagt, Anreise am Vortag bei recht passablem Wetter, jedoch wurden für den Sonntag Niederschlag, starker Wind und Sturmböen bis 90 km/h angesagt. -- Na ja, und so war es dann auch !

Gleich nach dem Frühstück marschierte ich rüber zum Sportplatzgelände in Kandel, während es schon fein regnete. Ich war vorsorglich mit einem Müllsack als Regenschutz ausgerüstet, den ich auch noch vor dem Start anzog, weil ich nicht schon vor dem Lauf nass werden wollte. Zuerst holte mir aber mein Finisher-T-Shirt und meine Teilnehmer-Medaille ab - die hatten das halt so organisiert - und eigentlich hätte ich ja jetzt schon wieder heimfahren können und - vielleicht wäre es auch besser so gewesen ;-) Den Rucksack mit den Habseligkeiten konnte man für eine kleine freiwillige Spende dem Leichthletik-Nachwuchs von Kandel in einer Turnhalle anvertrauen.
Der Start war um 10:00h bei starkem Wind und Regen und mit gefühlten 1000 Watt AC/DC Unterstützung. Es gab "Brems- und Zugläufer", also pro Pace zwei Läufer mit Fahne, der erste ca. 2 Minuten schneller, der zweite zum "gerade noch schaffen" der Zielzeit.
Nach ca. 7 km kamen wir dann in den namensgebenden "Bienwald" , wo über die Hälfte der Marathon-Strecke zu laufen ist. Eine ganz ebene Strecke durch ein sehr grosses, ausgedehntes Mischwaldgebiet. Jemand erzählte mir noch während des Laufens, dass der Veranstalter aufgrund des prognostizierten Sturms ("Sturmtief Eberhard") die Strecke abändern wollte.
Wenn man genauer schaute, sah man auch dort und da am Strassenrand noch ganz frische, vorsorgliche Schlägerungsarbeiten. Das Gebiet ist dort relaitv feucht und sumpfig und daher sind die Bäume sehr windbruchanfällig, d.h. sie fallen einfach mitsamt der Wurzel um !
Drinnen im Wald war der Wind in Bodennähe eigentlich nicht mehr so stark zu spüren, allerdings wurde das Rauschen oben in den Baumwipfeln immer lauter und die Bäume bogen sich bedrohlich durch wie Stauden unter dem starken Winddruck. Aus dem Wald hörte man das Krachen von brechenden Ästen und umfallenden Bäumen. Bei Km28 war eine Hälfte der Waldstrasse mit Blaulicht abgesperrt und die örtliche Feuerwehr zerteilte mit Motorsägen einen frisch umgestürzten Baum.
Dann bei KM33 plötzlich, so ca. 200 Meter vor uns - ich hatte mich gerade mit einer netten "Glatze aus Schwaben" angefreundet - krachte ein mächtiger Baum aus dem Wald und schlug mit einem lauten Knall auf dem Asphalt auf, quer über die Waldstrasse ! Die Kiefer hatte so ca. 20m Länge und 40cm im Durchmesser ! Gott sei Dank, es wurde niemand verletzt ! Zum Glück war zu diesem Moment gerade "ein Loch" in der aufgelockerten Läuferschar. Der Laufkollege aus Schwaben scherzte noch "Gut dass wir so langsam sind und bei der Labstation ein paar Schritte gegangen sind ...." Wir stiegen über den Baumstamm drüber und liefen weiter... kein gutes Gefühl...
Im Ziel angekommen, erfuhr ich, dass der Bewerb bzw. die Laufstrecke durch den Wald nach insgesamt 3 gefährlichen Baumbrüchen über die Laufstrecke gesperrt und abgebrochen wurde. Es waren nur mehr ein paar langsame Läufer davon betroffen, aber der Veranstalter konnte das nicht mehr verantworten.

Nun zum Läuferischen: Das war jetzt der 3. Marathon heuer und das in den letzten 5 Wochen .... gemeinsam mit dem rauhen Wetter scheinbar etwas zuviel .. jedenfalls hat mir diesmal der Mann mit dem Hammer schon bei ca. km28 voll eine durchgezogen !
Wie immer viel zu schnell begonnen ...die ersten 10km in 47min .. den 1.HM in 1:42 und dann der Einbruch im letzten Drittel ab Km28 (wo ja bekanntlich der Marathon erst so richtig beginnt), mit längeren Gehpausen nach den Labstationen bin ich dann irgendwie durchgehumpelt und hab das Bienwald Stadion schließlich mit 3:44 erreicht.
Jetzt ist erst einmal "etwas Nachlassen" angesagt, jedenfalls bis zum 07. April in Bratislava.


Design & Programmierung im Auftrag der Sport und Kulturvereinigung Pottenbrunn Laufen:
Jürgen Johannes Mempör (jjm)
Redaktion: Petra Daxböck (P.D.)